Neues Projekt des Kult-Vereins in der Kammelstadt -
Aktion wird von MN mitpräsentiert
Von unserem Redaktionsmitglied Peter Bauer
Kunstpfad Krumbach - hinter diesen Worten verbirgt sich ein Projekt, das Krumbachs Gesicht auf eine bemerkenswerte Weise verändern könnte. Zahlreiche bis zu drei Meter hohe Skulpturen bekannter Künstler sollen im kommenden Sommer in Krumbach aufgestellt werden. Vom Heimatmuseum bis hinauf zum Marktplatz soll es eine regelrechte Kunstachse geben. Geplant sind Skulpturen auch für andere markante Bereiche wie zum Beispiel den Stadtpark. Federführend bei der Aktion ist der Krumbacher Kulturverein Kult. Die Aktion wird von den Mittelschwäbischen Nachrichten mitpräsentiert.
Geplant sind nach Auskunft des Kult-Vereins zwölf, eventuell sogar mehr Kunstwerke mit einer zum Teil beachtlichen Größe. Die Hauptachse wird der Bereich Heimatmuseum-Mantelstraße-Marktplatz sein. Aber auch an anderen wichtigen Punkten sollen künstlerisch Akzente gesetzt werden. In Krumbach könne man dann eine regelrechte Kunstwanderung unternehmen und auf diese Weise, wie es Lila Fogelstaller, die Vorsitzende des Kult-Vereins, formuliert, die Stadt intensiv kennen lernen. Der Kult-Verein sieht die Aktion auch eingebettet in den Leitbild-Prozess. Er betont aber, dass das Projekt unabhängig von dieser Debatte, die zuletzt zum Teil sehr theoretisch verlaufen sei, zustande gekommen sei.
Der Pfad soll voraussichtlich am 7. Mai 2005 mit einer großen Aktion eröffnet werden. Die Skulpturen werden dann, so der Kult-Verein, vermutlich bis Ende September in der Kammelstadt zu sehen sein. Bereits jetzt konnten laut Kult-Verein zahlreiche überregional bekannte Künstler gewonnen werden. Mitwirken wird auch Terence Carr. Der 1952 in Kenia geborene Carr erhielt 1999 für seine Arbeit am Krumbacher Kreiskrankenhaus den ersten Preis "Kunst am Bau". Dazu kommen der gebürtige Billenhauser Romano Gurgi-Mondigi (Jahrgang 1963), die aus Stuttgart stammende Agnes Keil (Jahrgang 1970), Josef Lang (geboren 1947 in Bad Tölz), der 1965 in Augsburg geborene Hans-Martin Lohrmann, Clemens Brocker sowie und die aus Marktoberdorf stammenden P.P. Rieger (Jahrgang 1961) und Christoph Wank (Jahrgang 1965). Durch zahlreiche Aktionen und Auszeichnungen wurden die Künstler bereits einem breiten Publikum bekannt.
Die Kunst als Brücke, um Krumbach näher zu kommen: Diese Idee verbirgt sich hinter dem neuen Projekt. Vorgesehen ist dabei, dass die Kunstwerke zum Teil extra für die Aktion in Krumbach entstehen. Ein erster wichtiger Termin ist bereits am 13. November. An diesem Tag wollen sich die Künstler in Krumbach bei einem Streifzug durch die Stadt vor Ort ein Bild machen. Begleitet werden soll das Projekt von zahlreichen Aktionen, Musik und Festen. Im Krumbacher Heimatmuseum findet im gleichen Zeitraum eine ergänzende Kunstausstellung statt. Dabei werden, so der Kult-Verein, weitere Werke der Künstler sowie "Materialien, die ihre Arbeit plastisch machen" gezeigt. Vorgesehen seien Filme, Videos, Konzeptionen, Skizzen, Fotos und ähnliches. Geplant sei überdies, dass einige Künstler Workshops für Erwachsene und Kinder veranstalten. Mit einer eigenen Aktion beteiligen wird sich auch ein Kunst-Leistungskurs des Krumbacher Gymnasiums.
Der Kult-Verein wird bei der Umsetzung des Projektes eng mit dem Heimatmuseum und mit der Stadt Krumbach zusammenarbeiten. Der Verein freut sich, dass die Sparkasse Günzburg-Krumbach als Partner gewonnen werden konnte.
Für die Verwirklichung des Projektes sucht der Verein jetzt Paten. "Mit einer Patenschaft können Sie einen einzelnen Künstler fördern oder den Kunstpfad ganz allgemein", schreibt der Verein. Ob Privatperson oder Firma - für einen Betrag von 500 Euro könne jeder Pate werden. Die Spende sei steuerlich absetzbar. Der Betrag könne von einem Paten allein oder von mehreren Paten in Teilbeträgen aufgebracht werden. Und "jeder Pate wird namentlich, mit Firmenlogo oder per Link in allen Werbemitteln erwähnt." Weitere Infos gibt es dazu bei Wolfgang Mennel (08282/81750) und Andrea Kaeuffer (08283/2616). Mit Hilfe der Patenschaften hofft der Kult-Verein, das Projekt finanziell absichern zu können. Eine eigene Website gibt es auch schon: Unter www.kunstpfad-krumbach.de kann man sich auf eine erste künstlerische Wanderschaft begeben.
|