Ein gutes Ende für den Kunstpfad

Skulptur "Lebenslauf" von Gurgi-Mondigi bleibt in der Stadt
von Dr. Heinrich Lindenmayr

Die Idee zum Ankauf einer Skulptur des Kunstpfads hatte 2. Bürgermeister Anton Maier. Er betrieb die Sache, Bürgermeister Willy Rothermel kümmerte sich um die Sponsoren. Ein wenig Glück war im Spiel, weil die Sparkasse Günzburg-Krumbach ihr Jubiläumsjahr feiert und für Krumbach dabei auch etwas Größeres abfallen durfte. Im Verbund mit dem Lions-Club und dem Rotary-Club konnte das Kunstwerk angekauft und nun seinem neuen Besitzer übergeben werden.

KULT-Vorsitzende Lila Fogelstaller ist ein ums andere Mal freudig überrascht, welche Wirkungen der Kunstpfad Krumbach zeitigt. Zunächst waren das Interesse in der Bevölkerung und die Beteiligung von Sponsoren und Institutionen am Kunstpfad außergewöhnlich. Dann entwickelte sich der Kunstpfad zu einem Publikumsmagneten und hatte eine positive Ausstrahlung in die ganze Region. Jetzt, nachdem das Kunstereignis vorbei ist, zieht es immer noch weitere Kreise. Mit Hilfe von Sponsoren konnte Romano Gurgi-Mondigis Werk "Lebenslauf 1-3" angekauft werden. Es wird, im Stadtgarten aufgestellt, künftig seinen Beitrag zum Erscheinungsbild der Stadt leisten.

Am Rande der Übergabefeier wurde bekannt, dass die Stadt Memmingen den Kunstpfad Krumbach aufmerksam verfolgt hat und im nächsten Jahr dem Vorbild der mittelschwäbischen Kleinstadt nacheifern möchte. Auch die am Kunstpfad Krumbach beteiligten Künstler sollen nach Memmingen eingeladen werden. Ihr Prestigegewinn durch die Teilnahme in Krumbach dürfte sich somit weiter verbessern.

Bei einer Führung mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein über den Kunstpfad Krumbach sei ihm klar geworden, dass der 11. September nicht das absolute Ende des Kunstpfads sein dürfe, sagte Anton Maier im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine Initiative zum Ankauf eines der Werke sei überall positiv aufgenommen worden. Bürgermeister Willy Rothermel bestätigte Maier darin. Auf der Suche nach Geldgebern habe er nicht lange betteln müssen. Den Löwenanteil stellte die Sparkasse Günzburg-Krumbach spontan bereit. Kurz entschlossen waren auch der Lions-Club und der Rotary-Club mit dabei.

Man habe den Kunstpfad von Anfang an für eine gute Idee gehalten und finanziell unterstützt, kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Günzburg-Krumbach, Direktor Walter Pache. Der Ankauf der Skulptur von Romano Gurgi-Mondigi sei davon begünstigt gewesen, dass die Sparkasse ihr Jubiläumsjahr feiere. Man sei aber im Sparkassenvorstand davon überzeugt gewesen, dass angesichts der tollen Resonanz des Kunstpfads nicht einfach Schluss sein solle nach dem Abbau der Skulpturen. Deswegen habe man sich rasch entschlossen, den Ankauf tatkräftig zu unterstützen. Bei der Wahl des Künstlers und des Werks habe sich die Sparkasse herausgehalten. Romano Gurgi-Mondigis Werk verdiene diese Auszeichnung und es sei überdies erfreulich, dass ein heimischer Künstler diesen Erfolg habe für sich verbuchen können.

Ein Winterlager hat die Skulptur "Lebenslauf" von romano Gurgi-Mondigi im Hof des Mittelschwäbischen Heimatmuseums in Krumbach gefunden, bevor das Kunstwerk im Frühjahr im Stadtgarten positioniert wird. Unser Bild zeigt die Beteiligten am Ankauf des Werkes: (von links) Andrea Kaeuffer (KULT-Vorstandsmitglied), 2. Bürgermeister Anton Maier, Lila Fogelstaller (KULT-Vorsitzende), Bürgermeister Willy Rothermel, Romano Gurgi-Mondigi, Elionora Müller-Nyland (Rotary Club), Walter Pache (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Günzburg-Krumbach) und Thomas Meyer-Littmann (Lions-Club)

Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

24.10.2005