Umzug ins Herz der Stadt Krumbach • Froh über glückliches Ende
von Dr. Heinrich Lindenmayr
Der viel beachtete Kunstpfad Krumbach hinterlässt dauerhafte Spuren. Die dreiteilige Skulptur "Im Lebenslauf" von Romano Gurgi-Mondigi konnte mit Hilfe von Sponsoren angekauft und soll im Frühjahr im Stadtgarten aufgestellt werden. Mit dem Künstler sprach unser Mitarbeiter Dr. Heinrich Lindenmayr.
Frage: Haben Sie damit gerechnet, dass Ihr Werk in Krumbach eine Langzeitperspektive haben könnte?
Gurgi-Mondigi: Ursprünglich nicht. Als ich von der KULT-Vorsitzenden Lila Fogelstaller hörte, ein Werk könnte in der Stadt bleiben, da keimte etwas Hoffnung bei mir. Als dann die Wahl auf mich fiel, war noch die Frage, ob nur einer der drei Teile angekauft würde. Ich bin sehr froh, dass die Sache ein glückliches Ende nahm, das Werk in seiner Einheit bleiben kann.
Frage: Sie sind in Billenhausen geboren, Krumbach ist ihre Heimat. Ist auch ein wenig Heimatgefühl im Spiel.
Gurgi-Mondigi: Diese Skulptur habe ich ganz speziell für Krumbach gemacht, ganz speziell für den Kunstpfad Krumbach. Gewiss ist dabei auch irgendwo ein wenig Heimatverbundenheit im Spiel. Umso besser ist es jetzt, dass die Skulptur da, wo sie hingehört, auch bleiben darf.
Frage: Ist die Verlegung vom Bach in den Stadtgarten für Sie ein Problem?
Gurgi-Mondigi: Das Wasser, die viel befahrene Straße, der Friedhof haben zur Bedeutung des Werks beigetragen. Man kann das Werk nicht einfach irgendwohin versetzen, ohne es zu verändern, es womöglich in seinem Sinn zu "beschädigen". Der neue Ort passt aber auch. Das Werk wird im Herzen der Stadt sein, wieder am Wasser und statt des Friedhofbezugs haben wir jetzt den Bezug zum Wachsen, zum jungen Leben, denn in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Grundschule und das Schloss mit der Fachakademie für Sozialpädagogik. Der Erzieher-ausbildung fühle ich mich verbunden, schließlich bin ich von Beruf Heilerziehungspfleger.
Frage: Hat sich das Werk für Sie verändert, seit es auf dem Kunstpfad steht und seit feststeht, dass es nun auf Dauer in Krumbach bleiben soll.
Gurgi-Mondigi: Das Werk ist mir vertrauter geworden. Der Inhalt hat sich nicht geändert und er soll es auch nicht. Ich bin am überlegen, wie genau das Werk zu positionieren ist, damit seine Lage zum Verständnis beiträgt. Dass das bislang so war, konnte ich aus vielen Gesprächen mit den Kunstpfad-Besuchern erkennen. Die Botschaft wurde in Verbindung mit den Komponenten Bach und Friedhof allgemein gut verstanden.
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