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Gespräch des KULT-Vorstands mit den Sponsoren des Krumbacher Kunstpfades
Von Dr. Heinrich Lindenmayr
Ein kulturelles Großprojekt, wie es der Kunstpfad Krumbach darstellt, ist ohne Hilfe von Sponsoren nicht zu bewältigen. Insgesamt über 30 Firmen und Organisationen unterstützten den Kunstpfad in ganz unterschiedlicher Weise. Die meisten Sponsoren boten eine finanzielle Unterstützung an, teilweise gezielt für einzelne Künstler. Unsere Zeitung fungiert als Medienpartner. Die Stadt Krumbach beauftragte den Bauhof mit der Aufstellung der Werke, das Mittelschwäbische Heimatmuseum war Partner und zentrale Anlaufstelle. KULT-Vorstand und Sponsoren trafen sich vor der Eröffnung der Sonderausstellung zum Kunstpfad im Mittelschwäbischen Heimatmuseum zu einem Gespräch.
Frage: Wie wurden Sie Kunstpfad-Sponsor?
Ulrich Simon: Ich bin KULT-Mitglied, also war es für mich selbstverständlich, meinen Beitrag zu der großen Sache zu leisten.
Walter Pache: Gleich von mehreren Seiten wurde ich angesprochen, schließlich ist die Sparkasse bekannt für ihr kulturelles Engagement. Zum KULT haben wir eine enge Beziehung, denn die Sparkasse kauft jedes Jahr das Werk an, dem der Kunstpreis Krumbach zuerkannt wird. Von Anfang an war klar, dass wir den Kunstpfad als echte Innovation in der Kulturszene des Landkreises unterstützen würden, und zwar großzügig.
Frage: Wie kamen Sie zu Ihrer Patenschaft für einen der Kunstpfad-Künstler?
Joachim Burtscher: Museumsleiter Thomas Heitele, auch ein Rotarier, hat uns für Romano Gurgi-Mondigi begeistert. Die Begegnung mit dem Künstler, die sich daraus ergab, war ausgesprochen anregend und fruchtbar. Der Künstler hat uns sein Werk erschlossen, einschließlich all der Schwierigkeiten, die der Schaffensprozess so mit sich bringt.
Frage: Entspricht der Kunstpfad Ihren Vorstellungen?
Thomas Meyer-Littmann: Der Kunstpfad ermöglicht eine ganze neue Erfahrung der Stadt. Er schafft neue Bezüge zwischen Kunst, Landschaft, Architektur und er verlockt den Besucher, bestimmte Bereiche der Stadt aufzusuchen, in die er normalerweise nicht kommt.
Walter Pache: Der Kunstpfad spricht auch Leute an, die die sich sonst nicht auf den Weg zur Kunst machen, die keine Museen aufsuchen. Diese Erfahrung machen wir auch oft mit unseren Ausstellungen in den Räumlichkeiten der Sparkasse. Sie erschließen die Kunst einem breiten Publikum.
Frage: Was sagen Sie zum Vandalismus-Problem?
Walter Demharter: Damit musste man rechnen und im Vergleich zu anderen Veranstaltungen dieser Art hält sich der angerichtete Schaden bislang noch in Grenzen. Trotzdem hat uns der "Angriff" auf die Skulptur von Terence Carr betroffen und auch wütend gemacht. Interessant finde ich die Erfahrung, die Wolfgang Mennel gemacht hat, als er die Kunstpfad-Werke versichern wollte. Es war kaum ein deutsches Versicherungsunternehmen dazu bereit.
Nebenwirkung "Aufmerksamkeit"
Walter Pache: In unserer Mediengesellschaft haben solch eindeutig bedauernswerten Vorfälle oft eine positive Nebenwirkung: Sie lenken die Aufmerksamkeit auf den Kunstpfad, machen ihn attraktiver.
Frage: Die Kultur ist in Deutschland immer mehr auf die Unterstützung durch Sponsoren angewiesen. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?
Joachim Burtscher: Wenn man es recht überlegt, war die Kunst immer schon auf die Privatleute angewiesen. Wie sollte ein bildender Künstler von seiner Arbeit leben können, wenn es nicht private Sammler gäbe?
Walter Pache: Es profitieren beide Seiten von der Künstler-Sponsor-Beziehung. Der Künstler sollte sich also nicht als Bittsteller sehen und der Sponsor sollte sich aus der Kunst heraushalten. Erfreulich am Kunstpfad ist, dass sich so viele Sponsoren gefunden haben und kein Konkurrenzdenken besteht. Im Gegenteil: der Kunstpfad hat die Künstler, die Menschen, die Firmen einander näher gebracht.
Frage: Der KULT fände es schön, wenn mindestens eines der Werke stehen bleiben könnte, zumal es in Krumbach kaum Kunst im öffentlichen Raum gibt.
Walter Pache: Viele denken, wenn der Kunstpfad vorbei ist, dann ist das Thema abgeschlossen. Das muss nicht so sein.
Frage: Wären Sie bei einer Wiederholung als Sponsor wieder mit dabei?
Kopfnicken bei allen Beteiligten.
Die Partner und Paten des Kunstpfad-Krumbach: Mittelschwäbisches Heimatmuseum, Stadt Krumbach, Mittelschwäbische Nachrichten, Sparkasse Günzburg-Krumbach, Optik Prix, MediGene AG, Irsa Lackfabrik, St. Michael Apotheke, Bündnis 90/Die Grünen, Rotary-Club, TransPack, Autohaus Göser, Werbegemeinschaft Krumbach, Praxis Dr. P. Baier und Dr. C. Rein, Steuerberater W. Paul und P. Schmid, Morsa Wachswarenfabrik, Beschriftungsservice Krautmacher, Tennisclub Rot-Weiß, Lions-Club, Hans Lingl, Schreinerei Simon, Antiquitäten Walter Demharter, Dr. Ulrich Wohllaib, Gasthof Stern, Zitherbäck, Lesen + Schenken Vogt, Gartenbau Liebl, Fahrschule Dieter Behrends, Schlosserei Weser.
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