Kunstpfad: Rundum positive Bilanz
von Dr. H. Lindenmayr
Krumbach (hli).
Eine überaus positive Bilanz ziehen die Verantwortlichen des Kunstpfads Krumbach. Die Publikumsresonanz, die Beteiligung an " den Veranstaltungen, die Auswirkungen auf die örtliche Kunstszene und der Werbeeffekt für die Stadt übertreffen die Erwartungen und Zielsetzungen. Die Aktion sollte bleibende Spuren in Krumbach hinterlassen, ist man sich beim KULT-Verein einig.
Dort, wo der Kunstpfad ganz "Augenblick" war, durch und durch "live", dort wird er etwas Bleibendes zeitigen. Unter dem Titel "Clemens Brocker live" führte der Künstler vor, wie aus einem Baumstamm eine Skulptur entsteht. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die spektakuläre Arbeit Brockers mit der Kettensäge. Die noch unvollständige Skulptur soll am 10. September, wenn Brocker seine Vorführung fortsetzt, vollendet werden. Danach darf sie der KULT -Verein als Leihgabe behalten.
Ebenfalls weiterhin präsent sein wird "Schichtweise Sichtweise" , der Beitrag von Wolfgang Mennel, der auf. dem "Kunstfrühling Bad Wörishofen" mit einem Preis ausgezeichnet worden war. Der Künstler stellt dieses Werk nach dem Abbau des Kunstpfads am 12. September leihweise in den Hof des Mittelschwäbischen Heimatmuseums.
Mehr Kunst für den öffentlichen Raum, das war eine Devise des Kunstpfads Krumbach, die auch über das Ende des Kunstpfads hinaus Geltung hat. Die Objekte von Brocker und Mennel als Dauerleihgaben, das ist ein beachtlicher Erfolg. Von Dauer ist auch der Beitrag des Leistungskurses Kunst vom SimpertKraemer-Gymnasium, eine dekorative Arbeit, vor dem Gymnasium platziert und gut von der Straße aus zu sehen. Die Kunstpfad-Verantwortlichen hoffen, dass ein oder mehrere Objekte des Kunstpfads angekauft werden könnten, beispielsweise für den Eingangsbereich von Firmen. Die Skulptur "Der Rufer" von Josef Lang, eines der beliebtesten Exponate auf dem Kunstpfad, hat ihren Weg bereits gemacht. Sie wurde zur Gestaltung des Firmeneingangs von einem Unternehmen in München-Riem angekauft.
Große Resonanz
Unabhängig davon, ob einzeine Exponate des Kunstpfads in der Stadt verbleiben und das Stadtbild aufwerten werden, ziehen die Organisatoren des Kunstpfads eine überaus positive Bilanz. Sie habe mit einer Resonanz des Kunstpfads in dieser Größenordnung nicht gerechnet, sagte KULT -Vorsitzende Lila Fogelstaller im Gespräch mit unserer Zeitung.
Das Interesse habe über einen langen Zeitraum angehalten und noch jetzt bestehe das Bedürfnis nach Führungen. Wolfgang Mennel meinte, die Absicht, eine größere Anzahl von Bürgern an die Kunst heran zulführen, sei voll und ganz erfüllt worden. Nicht nur einzelne Kunstinteressierte seien dabei gewesen, sondern eine ganze Stadt und ihr Umland hätten sich mit dem Projekt Kunstpfad auseinander gesetzt. Einige Sachbeschädigungen seien zu beklagen, erklärte Walter Demharter, aber alles in allem halte sich der Schaden in Grenzen. Die Bevölkerung zollte den Objekten auf dem Kunstpfad Respekt.
info
Am 10. September erlebt Krumbach die - Neuauflage von "Clemens Brocker live", wenn der Künstler die Skulptur beim Hürbener Wasserschloss fertig stellt. Am gleichen Tag bietet die Schule der Phantasie um 14 Uhr beim TrimrnDich-Pfad am Waldsportplatz,das Projekt "Kinderkunstpfad" an, das am 25. September im Rahmen des Familienund Kindertages wiederholt wird.
Am 12. September werden die Objekte des Kunstpfads abgebaut.
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